Steven Bo Rausch
curriculum vitae

Worauf es im Leben ankommt, ist Leben!

Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;

Then took the other, as just as fair,
And having perhaps the better claim,
Because it was grassy and wanted wear;
Though as for that the passing there
Had worn them really about the same,

And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I kept the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way,
I doubted if I should ever come back.

I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I—
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.

- Robert Frost


Wer jemals mit all seinem Hab und gut auf dem Rücken die Welt bereist hat, die absolute Freiheit und schwere Bedeutsamkeit jeder Entscheidung gefühlt hat, welche einem auf einem solchen Wege begegnet, weiß, dass es kein intensiveres Leben gibt als jenes eines Wandersmanns.
Als Wandersmann hat es mich für Jahre um die Welt gezogen, nicht nur um soziale & ökologische Projekte zu unterstützen oder zu gründen sondern auch um meine persönlichen Grenzen aus zu testen.

 Annapurna

 

In Nepal habe ich mich spontan dazu entschlossen den Annapurna bis auf 7000 Meter zu besteigen. Mit 33kg Gepäck auf dem Rücken, ohne jegliche Erfahrung oder Hilfe, aber mit unbegrenzter Motivation hatte ich am Ende mit viel Glück mein Ziel erreicht. 

Obwohl ich mehrmals die Orientierung verlor auf den Wegen welche komplett verschüttet worden waren durch das große Erdbeben kurz zuvor in Mai 2015, erklomm ich den gewaltigen Gletscher nachdem ich für eine Woche am höchst gelegenen See der Welt, dem Tilicho Lake, gecampt hatte. Nach 3 Wochen kam ich abgehungert und 10 Kilo leichter auf der anderen Seite in einem kleinen Bergdorf an und brach im Flur des ersten Hauses, dem Heim einer liebevollen Familie zusammen.


Pulau Beras Besar Malaysien


Wie Robinson Crusoe für Monate oder sogar Jahre auf einer einsamen Insel Leben, wer hatte diesen Wunsch nicht wenigstens einmal in seinem Leben? In Malaysien habe ich mir diesen Wunsch erfüllt, als ich im Rahmen eines Wasserschutz Projektes Bestands- und Schadens Analysen an Riffkulturen vornahm, entdeckte ich diese kleine Insel welche nur regelmäßig von Fischern besucht wurde. Dort lebte ich mit einer Gruppe Affen und tausenden kleiner Strand Krebse in einer Hängematte vor einem verlassenen Haus an einem unvergesslichen Traumstrand. Ich wanderte bei Ebbe durch die letzten sterbenden Riffe und tauchte bei Flut durch die letzten Überbleibsel der schönsten tropischen Fisch Schwärme.


Mit dem Floß auf dem Huallaga zum Amazonas


In Peru erlebte ich eine Naturkraft wie es Sie in Südamerika keine Zweite gibt, El Nino! Nach den großen Fluten die das halbe Land verwüsteten und den wochenlangen Katastrophenschutz arbeiten, zog es mich in ein kleines Regenwald Schutz Projekt nahe Tingo Maria. Neben meiner Tätigkeit im Projekt nutzte ich meine Freizeit um mir ein Floß zu bauen, mit welchem ich plante bis in den Amazonas in Brasilien zu fahren. Mein Abenteuer kam allerdings nach 3 Wochen zu einem schnellen Ende als mein Floß in einem 100km langem Canyon gegen eine Felswand gepresst und in eine Unterwasserhöhle gesaugt wurde, mitsamt mir und all meinem Hab und Gut. 

Ich entkam der Höhle nur knapp mit meinem Leben, dank meiner Rettungsweste. Da die wilde Strömung mich in der Höhle immer wieder gegen die Felswand schlug und herum wirbelte, verlor ich nach wenigen Minuten das Bewusstsein. Ich wachte treibend im rasenden Fluss auf und rettete mich an Land wo Eingeborene mich halb nackt und blutüberströmt im Regenwald aufstöberten und mich nahezu aus Angst mit ihren Macheten zu töten versuchten. 

Die Situation war sehr geladen da man mich für eine mythische Kreatur hielt, einen sogenannten "Pishtaco", einen weißen Mann der Menschen tötet um ihr Körperfett zu stehlen. Doch auf knien in Spanisch um Hilfe flehend konnte ich die Eingeborenen am Ende überzeugen mir zu helfen meinen Weg zurück in die nächste Stadt zu finden. Ich tauschte meine Rettungsweste, welche mir mein Leben gerettet hatte gegen ein Busticket in die nächste Stadt, von wo ich Kontakt zu meinen lokalen Freunden aufnahm.

 


Kampf gegen ein Drogen Kartell in Ecuador

 

In Ecuador habe ich eine kleine Organisation unterstützt welche aus Bambus (dem bei weitem ökologisch nachhaltigstem und schönsten Material) Unterkünfte für Erdbeben-opfer baute. 

Dutzende Familien sah ich lachend helfen während wir deren neue Heimat in nur wenigen Tagen neben den Zeltlagern aufbauten in denen sie bis dahin für Monate gehaust hatten. Eine sehr befriedigende Arbeit die mich sehr erfüllte auch wegen der Möglichkeit uralte fast vergessene Weisheiten von einem Bamboo Maestro zu erlernen. Nur noch wenige wissen wie man Bambus richtig erntet, bearbeitet und behandelt so dass es für eine Lebenszeit erhalten bleibt. 

Im Laufe dieses Projektes entdeckte ich eine kleine Gemeinde in einem abgelegenen Gebiet in welches gerade erst die erste Straße gebaut wurde. Das Dorf litt sehr unter den Angriffen und der Anwesenheit eines lokalen Drogen Kartells welches deren einsamen Traumstrand nutzte um ihre Drogen aufs Meer zu schmuggeln. Ich wurde eingeladen dort zu leben und zu helfen vom Kartell abgerodete Waldflächen wieder her zu stellen welche durch Einschüchterungstaktiken des Kartells entstanden waren. 

So zog ich in eine kleine Bambus Hütte direkt am Strand und adoptierte zwei Straßen Hunde, Sunshine und Charlie, welche mich Nachts beschützten und Tagsüber jede Minute und jede Mahlzeit mit mir teilten. So lebte und arbeitete ich mit den lokalen Familien in Harmonie und Frieden an einem der schönsten Traum Strände der Welt. Dieser Frieden sollte allerdings nicht lange anhalten.

Nach nur wenigen Monaten harter Arbeit artete diese Situation in einen regelrechten Krieg aus. Das Drogen Kartell attackierte die kleine Gemeinde, rodete Regenwald, zündete ganze Landstriche an, tötete Vieh und patrouillierte durch die Gegend. 

Wir bewaffneten uns und patrouillierten bei Tag und Nacht um uns zur wehr zu setzen. Doch am Ende hatten wir keine Chance gegen die geballte Macht eines organisierten Drogen Kartells welches sogar die Polizei auf seiner Seite hatte. Sie stürmten das Dorf und meinen Strand, schossen in die Luft, stahlen, prügelten und brannten am Ende alles nieder was übrig geblieben war. Eine lokale Menschenrechtsorganisation half mir im nachhinein mit einer Drohne Luft aufnahmen zu machen da wir das Gebiet nicht mehr aufsuchen konnten. Das Kartell hatte bewaffnete Straßensperren an beiden Zufahrten entlang der Straße positioniert.

 


Hobbies

 

  • Leidenschaftlicher Schwimmer
  • Rennen (25km bis zu 4x die Woche)
  • An Motorrädern basteln
  • Bergsteigen
  • Ski-fahren